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Freiwillige Feuerwehr

Gemeinde Wehrführer Telefon
Amtswehrführer (Schwinkendorf)
Stellvertreter (Groß Dratow)
Stellvertreter (Neu Gaarz)
Norbert Weißgerber
Jan Polzin
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039953-70144, 016094146728
01732184237
039933-71022, 01629833512
Grabowhöfe Karl-Heinz Möller 039926-3123
Dratow-Schloen Franz Schindler 039934-7993
Robert Runge 039934-89794
Groß Plasten Heiko Hanmann 015146617737
Hohen Wangelin Norbert Wischniewski 039933-70912
Jabel Lothar Preuß 039929-70471
Kargow André Hödl 03991-187051
Klink Marco Müller 039926-635874
Klocksin Peter Enning 039933-70444
Moltzow Peter Timm 039933-71136
Neu Gaarz Werner Ockert 039933-70557
Peenehagen Marko Schüler 039934-87185
Olaf Witte 039934-78644
Schwinkendorf Dietmar Bochmann 039953-70292
Torgelow am See Egbert Lübs 03991-664004
Vielist Walter Pahlitzsch 03991-168943
Vollrathsruhe Ronny Endrulat


Gedanken eines Feuerwehrmannes


Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen,wenn ich zu einem entstehenden Feuer
gerufen werde. ..ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes atmendes Feuer?
Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen
eingeschlossen?"

Ich wünschte, du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in
Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre
Habseligkeiten beschädigt oder sogar zerstört vorzufinden.

Ich wünschte, du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche
5 Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich es zuvor 25 Minuten lang versucht
habe, am Leben zu halten: sie wird nie zu ihrem ersten Date gehen können und jemals
wieder die Worte "ich liebe dich, Mama" sagen können.

Ich wünschte, du könntest dir die physische, emotionale und mentale Belastung von
stehengelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen,
zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

Ich wünschte, du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach
eingeschlossenen Kindern abzusuchen, die Flammen schlagen über deinen Kopf hinweg,
während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter
deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.

Ich wünschte, du könntest die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen,
der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, mein Daumen drückt wieder und
wieder den Schalter des Presslufthorns, wenn du dir vergeblich versuchst, Vorfahrt
an einer vorfahrtberechtigten Kreuzung zu verschaffen oder im dichten Verkehrsstau.
Wenn du uns brauchst, wann auch immer es ist, deine ersten Worte nach unserem
Eintreffen werden sein: "Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis ihr hier wart!"

Ich wünschte, du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung, Leben gerettet
oder jemandes Eigentum geschützt zu haben, erfahren, da zu sein zur richtigen Zeit
am richtigen Ort, in der Gefahr oder aus der Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu
schaffen.

Ich wünschte, du könntest die Furcht in den Augen einer Ehefrau um 3 Uhr morgens sehen,
wenn ich ihrem 40 Jahre alten Ehemann den Puls fühle und keinen finde. Ich beginne
irgendwie mit der HLW, hoffe wider besseren Wissen ihn zurückzuholen, aber ich weiß,
dass es zu spät ist. Aber seiner Frau und Familie muss ich das Gefühl geben, dass
alles Mögliche getan wurde.

Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus
den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen. ..Was wäre, wenn es meine Schwester,
meine Freundin oder eine Bekannte ist? Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor
ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze in Händen hält!

Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, einen kleinen Jungen auf deinem Arm
zu tragen, der fragt ..ist meine Mama o.k.?, und es ist dir unmöglich, ihm in die
Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen und du weißt nicht,
was du sagen sollst. Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit
ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt
genau, dass er nicht angeschnallt war.

Ich wünschte, du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen,
den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl der intensiven Hitze, die
durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen und die Beklemmung
absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden - "Sensationen,
an die ich mich zu sehr gewöhnt habe, mit denen ich zu sehr vertraut geworden bin."

Ich wünschte, du könntest wissen, wie es sich anfühlt, nach Hause zu kommen, meine
Eltern und Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben, ihnen zu erzählen, dass
ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen
oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unsere Arbeit wirklich
bedeutet.

(Dieses Gedicht wurde der Fachzeitschrift "Florian Hessen" Nr. 1/1999 entnommen. Ein Leser hat es im Internet gefunden, aus dem Amerikanischen übersetzt, den deutschen Verhältnissen angepasst und dem Feuerwehr-Journal M-V zur Verfügung gestellt.)
03.02.2009