Grabowhöfe

Gemeindezentrum

 

Wappen Grabowhöfe

Ortsteile Grabowhöfe,

Sommerstorf, Louisenfeld,

Panschenhagen, Baumgarten,

Sophienhof, Vielist

 

Bürgermeister: Enrico Malow

Fläche: 4.311,85 ha

Einwohner: 1350

(30.06.2019)

 

Die Gemeinde Grabowhöfe setzt sich aus den Ortsteilen Grabowhöfe, Sommerstorf, Louisenfeld, Panschenhagen, Baumgarten, Sophienhof und dem Ortsteil Vielist zusammen. Grabowhöfe wurde 1338 erstmals in einem Brief von Fürst Nikolai von Werle erwähnt. Die Endung -ow des ersten Teils des Ortsnamens verrät eine slawische Siedlung. 1783 wird Grabowhöfe noch Grabow genannt, 1797 wird es schon als Grabowhöfe geführt. Das ehemalige Gutshaus, das sogenannte "Weiße Haus", die alte Tischlerei, die Schmiede und der Schweinestall werden heute als Wohnhäuser genutzt. Das Gemeindehaus, die ehemalige alte Schule, bildet mit dem Mehrzweckgebäude und der Kindereinrichtung "Spatzennest" das kulturelle Zentrum des Ortes. Arzt, Zahnarzt, Feuerwehr und Sportverein bieten den Einwohnern eine gute Infrastruktur. Auch aus historischer Sicht hat die Gemeinde Grabowhöfe mit ihren umliegenden Ortsteilen einiges zu bieten. In der Nähe der "Alten Ziegelei" kann man die sehr gut erhaltenen Umrisse eines slawischen Burgwalls aus dem 10. Jahrhundert erkennen. Nur wenige Kilometer von Grabowhöfe entfernt liegt der kleine Ort Sommerstorf. Es bietet sich dem Besucher als klassisches Runddorf mit Kirchmittelpunkt an. Am 6. April des Jahres 1289 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Hünengräber, die das geübte Auge zwischen Grabowhöfe und Sommerstorf sofort erkennt, belegen eine Besiedlung in der Bronzezeit. Am 21. Februar 1751 wurde der Dichter und Übersetzer Johann Heinrich Voß in Sommerstorf geboren und in der dortigen Kirche getauft. Heute befindet sich in dem ehemaligen Geburtshaus von Voß die Gaststätte "Zum Hufschmied". Gute deutsche Küche, Tabakgenuss und Sammlerleidenschaft des Wirtes laden jeden Besucher ein, hier für ein Stündchen zu verweilen und neue Kraft zu schöpfen. Außerdem hat man von hier aus einen herrlichen Blick auf die Sommerstorfer Kirche, einem gotischen Backsteinbau. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Einige Zeit später wurde der Turm aus Feldsteinen errichtet, was sehr gut zu erkennen ist, wenn man direkt davor steht. Das Dach und der sich darauf befindliche Wetterhahn, der auf der obligatorischen "Datenkugel" hockt, wurden in den letzten Jahren liebevoll restauriert. Im Kircheninneren befindet sich der barocke Altar, der aus dem 18. Jahrhundert stammt und mit Schnitzfiguren verziert ist. Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel, besonders für Pferdefreunde, ist das Hotel und der Reiterhof "Alter Landsitz" in Sommerstorf. Dort befindet sich der Reiterhof mit einer Reithalle und einer Tribüne. Von der gemütlich eingerichteten Gaststätte des Hotels hat man einen herrlichen Blick auf die malerisch gelegenen Pferdekoppeln, die Reithalle und das Stallgebäude, in dem Pensionspferde untergebracht werden können. Die Pferdezucht, Pferdeausbildung, Reitunterricht und der Pferdesport sind Aufgabe der Anlage. Auf der Straße hinter Sommerstorf und Louisenfeld in Richtung Autobahn befindet sich der malerisch gelegenen Ort Sophienhof, eingebettet von Wäldern und Feldern. In den alten Akten und Schriftstücken des Landesarchivs Schwerin wird aus den Jahren 1728 bis 1775 als Besitzerin der Linstowschen Güter Lütgendorf und Sophienhof die Ehefrau des Kriegsrates von der Lühe, Elisabeth Sophia, geborene von Lowzowen, verwitwete von Linstow erwähnt. Wenn man die Hauptstraße von Sophienhof hinuntergeht, verleihen die vielen liebevoll sanierten alten Häuser, besonders die alten Feldsteinhäuser, dem Ort einen besonderen Charme. Das Glück der Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde und so kann man auf Reitwegen bei Ausflügen zu Pferd die Natur in vollen Zügen genießen. Lenkt man die Zügel in den kleinen Ort Panschenhagen mit seinen 52 Einwohnern, welcher am 6. April 1289 in einer Urkunde des Bischofs Herman von Schwerin erstmals erwähnt wurde, kann man sich im ehemaligen Gutshaus des Ortes am Töpfergut Panschenhagen erfreuen. Hier ist es möglich zu schauen und zu kaufen, aber auch sich selbst zu betätigen Das um 1850 gebaute Gutshaus in Baumgarten, ein imposanter Backsteinbau, wurde nach aufwendiger Sanierung zu einem lohnenswerten Feriendomizil. Eine kurze aber breite Kastanienallee führt zum ehemaligen Gutshaus, in dem sich jetzt Ferienwohnungen im gemütlichen Landstil befinden. Neben der idyllischen Lage kann man von hier aus ein vielfältiges Freizeitangebot in der Umgebung nutzen. Der seit 01.01.2013 eingemeindete neue Ortsteil Vielist wurde am 8. November 1264 erstmalig erwähnt. Die Vielister Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit quadrierten Kalkfugen, sie wurde im Jahre 1566 durch Neuerungen im Renaissancestil verändert. Das Gutshaus in Vielist, auch als Wirtschaftshaus bezeichnet, wurde ca.1750 erbaut und um ca. 1850 wurde eine Giebelsanierung vorgenommen. Das Vereinshaus wurde Anfang 20. Jahrhunderts gebaut. In den Jahren von 1998-2002 wurde das Gebäude mit dem dazugehörigen Umfeld saniert. In dem Haus befinden sich jetzt der zu vermietende "Dorfkrug" mit Pension, ein Jugendclub und zwei Wohnungen. Das Feuerwehrhaus wurde 1998 rekonstruiert. Das Kollektiv der Feuerwehr nimmt im Ort eine führende Rolle ein, da es das Leben aktiv mitbestimmt und bei den dörflichen Aktivitäten eine große Rolle spielt. Seit 1990 wurden die drei Eigenheimstandorte "Am Wiesengrund", "Am Wald" und "Am Vereinshaus" erschlossen und zahlreiche Einfamilienhäuser gebaut. In der Vergangenheit wurden die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass 80 Wohnhäuser (mit Abrundungssatzung-Lückenbebauung) in Vielist gebaut werden können. Das Dorf ist durch die gepflegte und gut gestaltete Dorflage anziehend für neue Einwohner geworden. Der Sportflugplatz in Vielist wird von dem Warener Luftsportverein e.V. betrieben. Es besteht hier die Möglichkeit, die Region aus der Luft kennenzulernen. Der Luftsportverein bietet Flüge mit modernen Segel- und Motorflugzeugen an. In Vielist haben sich neben landwirtschaftlichen Betrieben auch verschiedene gewerbliche Unternehmen angesiedelt, wie Stahlbau, Landhandel, Bau, Straßen- und Tiefbau sowie Dienstleistungsbetriebe.

 

Kirche Sommerstorf Vereinshaus Vielist Sportflugplatz Vielist Landsitz Sommerstorf
Ortsdurchfahrt Sophienhof Gutshaus Panschenhagen Gutshaus Baumgarten Kirche Vielist